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Jahresüberblick

Samstag, 22. November 2008

13 : 12 - SPES 1 vom Liechtensteiner Landtag knapp angenommen.

Mit 13 zu 12 Stimmen überstand das Schulreformwerk SPES 1 am 20.11.2008 die letzte, entscheidende Abstimmung im Landtag. Die Regierungschefpartei FBP stimmte geschlossen gegen die Vorlage. Wer in den letzten Monaten die Berichterstattung im Liechtensteiner Volksblatt verfolgt hatte, war nur wenig überrascht.  Die Herren Benvenuti und Quaderer schreiben, was das Zeug hielt, gegen die Schulreform. Herr Benvenuti scheut dabei auch nicht davor zurück, den Oberschullehrern zu unterstellen „erzürnt“ zu sein. In Eschen waren wir ausserordentlich überrascht, dass Herr Benvenuti unsere Befindlichkeit besser zu kennen glaubt, als wir selber. Das Blatt fungiert auch quasi als Organ für den Verein für Bildungsvielfalt (auf dessen inhaltslose Website ich hier hinweisen möchte).

Wie ist es möglich, dass jahrelang viel Geld investiert wurde, wenn man doch dagegen ist?

Am 23.05.2007 beschloss die Regierung Hasler den Schulen den Auftrag zur Umsetzung des Schulentwicklungskonzeptes SPES 1 zu erteilen (s. Beilage zum Vernehmlassungsbericht). Dabei wird die dezentrale progymnasiale Förderung klar erläutert. Die FBP Regierungsmitglieder stimmten dafür. Seither wurde an den verschiedenen Standorten an der Umsetzung gearbeitet. Zahlreiche Veranstaltungen mit namhaften Expertinnen und  Experten wurden durchgeführt. Es wurde kein Zweifel daran gelassen, dass es allen Beteiligten Ernst mit der Umsetzung von SPES 1 war. Naturgemäss wurde von Seiten des Gymnasiums heftiger Protest geübt. Dies ist nicht weiter erstaunlich, da diese Lehrergruppe um eine Reihe liebgewonnener Privilegien fürchten muss. Es steht ausser Zweifel, dass am LG hervorragende Arbeit geleistet wird. Deshalb habe ich auch Verständnis dafür, dass Unsicherheit entstanden ist und das vertraute System verteidigt wird. Dass die grosse Regierungspartei eine 180° Wendung vollführen könnte, stand schon lange zu befürchten. Bei den Veranstaltungen zu SPES 1 liessen sich kaum Repräsentantinnen und Repräsentanten der FBP blicken und die Informationsbroschüren zierte  nur das Konterfei des VU Bildungsministers. Das Liechtensteiner Volksblatt bot den SPES Gegnern grosszügig Raum ihre Sichtweise darzulegen. SPES wurde mehr und mehr zu einem „roten Thema“ (gemacht). Dabei bedurfte es immer der Unterstützung der FBP Regierungsmitglieder. Es wurde also zweigleisig gefahren. Die FBP Regierungsmitglieder unterstützten SPES während die Partei SPES den Rücken kehrte. Eigentlich müsste das Verhältnis zwischen den FBP Regierungsmitgliedern und den FBP Landtagsabgeordneten massiv gestört sein. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Es liegt also ein Schluss nahe. Die jetzige Situation wurde ganz bewusst herbeigeführt. SPES sollte zum Wahlkampfthema aufgebaut werden.

Ich verstehe, wenn die Gymnasiallehrer um die Wertschätzung ihrer Arbeit und um den Erhalt ihres traditionellen Arbeitsplatzes kämpfen.

Ich verstehe, wenn Eltern verunsichert sind und dazu tendieren an Althergebrachtem festzuhalten.

Ich verstehe, wenn Zweifel auftreten.

All dies kann ich verstehen, auch wenn ich dies Auffassungen nicht teile.

Ich verstehe aber nicht, dass man ein wichtiges Projekt, wie eine so umfassende Bildungsreform zu Wahlkampfmunition verkommen lassen kann. Vielleicht braucht SPES mehr Raum und Zeit für Überzeugungsarbeit, doch das was jetzt zu befürchten ist, sind Polemik und Angstmache.

Das was wirklich zählt, nämlich für die (ganze) Jugend des Fürstentums bestmögliche Chancen für die Zukunft zu eröffnen, droht im Wahlkampfgetümmel auf der Strecke zu bleiben.

 

Podcast

hoerBAR Blog 22 11 08.mp3 (04:27)
In Liechtenstein ist eine grosse Bildungsreform geplant. Die Regierungschefpartei ist (wohl auch aus wahlkapftaktischen Gründen) abgesprungen.

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Donnerstag, 20. November 2008

arnobraendle.com - hörBAR startet heute am 20.11.2008

 

 

20.11.2008 arnobraendle.com wird hörBAR!

 

Seit vielen Jahren bin ich ein passionierter Hörspiel-, Hörbuch-, Radio- und Podcasthörer.

Seit kurzem habe ich als Sprecher für einen Fanpodcast bei hpfreunde.de angeheuert und wurde prompt genommen.

In der Schule beginnen wir nun auch mit dem Erstellen von eigenen Podcasts. Geschichten, kurze Hörspiele und viele Lerninhalte sollen geschrieben, gelesen, aufgenommen und veröffentlicht werden.

 

Es ist eigentlich nur logisch, wenn ich mich jetzt daran mache, meine Website hörBAR zu machen. Dazu werden auf den Seiten hörBAR Icons angebracht, die mit der entsprechenden mp3 Dateien verlinkt sind.

Einträge, die sich zur Veröffentlichung in einem größeren Rahmen eignen, werden als Podcast publiziert und sind dann auch unter iTunes abrufbar.

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